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Gemeinschaftspraxis für Radiologie und Nuklearmedizin
Dr. Ottmar-Kohler-Str. 4
55743 Idar-Oberstein

und im Krankenhaus Birkenfeld

Praxisgebäude. Priv.-Doz. Dr. Dietz. Wartebereich 1. Anmeldung. Kernspin. CT. Röntgen.

Vielen Dank für Ihr Interesse! Sie sind unser Besucher seit 2008.

letzte Seitenaktualisierung: 13.03.2011   davor: 24.10.2010

Infos für Ärzte

Aufrüstung unseres Kernspintomographen!

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir eine umfangreiche Erneuerung unseres MRT durch den Hersteller (Fa. Philips) haben vorneh- men lassen.

So wurden grosse Teile der Computer gegen modernste Technik ausge- tauscht, auch die komplexe Software wurde komplett erneuert.
Zudem stehen nun auch einige neue Untersuchungsoptionen zur Verfü- gung.

Während mehrerer Tage war zudem ein Anwendungsspezialist zu Gast, der an der neuen Hard- und Software schulte.

Philips Kernspintomograph.

Die Vorteile für Ihre Patienten sind:

1) Bei einigen Untersuchungen kürzere Untersuchungszeiten durch schnellere Computer und verfeinerte Sequenzen,
2) Zusätzliche Untersuchungen möglich, z.B. komplette Darstellung der Gefässe von Bauch, Becken, Beinen (Aorta-  Becken-Bein Angio in Mobi-Trak Technik als vollgültige Alternative zur DSA (keine Kassenleistung),
3) Zusätzliche Mess-Sequenzen, z.B. beim MRT des Gehirnes
4) Noch einmal gesteigerte Bildqualität

und Vieles mehr.

Thema der letzten Aktualisierung: Nach den Richtlinien Schädel-Röntgen zum Frakturausschluss nicht mehr indiziert.

Empfehlungen zur Indikationsstellung für Computer- tomographien.
Eine wichtige Indikation für Schädel-CT’s ist das adäquate Trauma. Ob Sturz oder Rohheitsdelikt, oft noch werden diese Traumata mit konventionellem Röntgen (Schädel in zwei Ebenen) abgeklärt, mit der Folge, daß nicht selten eminente Verletzungen übersehen werden können. Selbst für erfahrene Radiologen ist es oft nicht möglich, knöcherne Verletzungen zweifelsfrei zu erkennen oder auszuschließen - und dabei sprechen wir jetzt nicht über junge Assistenzärzte mitten in der Nacht in der Notaufnahme, die sich diesen Bildern ausgesetzt sehen.
Kleine Frakturen können schwere Folgen haben: bei nicht dislozieren Kalottenfrakturen kann es dennoch zur Zerreissung von intrakraniellen Blutgefäßen kommen mit der Konsequenz subduraler oder epiduraler Blutungen. Diese Frakturen bleiben aber oft im Übersichtsbild stumm angesichts der zig sich überlagernden Linien im Summationsbild. Junge Patienten mit Zustand nach Schädeltrauma sind nicht selten alkoholisiert, sodaß klinische Zeichen einer Vigilanzminderung wie z.B. bei einer intrakraniellen Blutung, maskiert sein können. Eine Blow-Out Fraktur der Orbita führt nicht selten zu Doppelbildern wegen der Einklemmung von Augenmuskeln - doch was, wenn das Auge so zugeschwollen ist, daß dieses klinische Zeichen nicht zutage tritt? Nicht immer zeigt sich im Übersichtsbild der klassische Spiegel in der Oberkieferhöhle. Und selbst, wenn man eine Fraktur im Röntgenbild sehen sollte: was sagt uns das über intracerebrale Komplikationen wie z.B. Blutungen?

Schädel a.p.

Links Beispiel Nr. 2: Patient mit Z.n. Sturz auf den Hinterkopf. Das Röntgenbild des Schädels ist unauf- fällig.
In der Computerto- mographie ist die nicht dislozierte Fraktur des Os occi- pitale rechts gut erkennbar.
Glücklicherweise kam es nicht zu einer Einblutung ins Gehirn. Der weiße Pfeil mar-

Schädel seitlich.

kiert die Frak- turlinie, der rote Pfeil zeigt das Hämatom in den occipi- talen Weich- teilen.

Diese beiden Beispiele mö- gen verdeut- lichen, welche wichtigen und teils lebens- wichtigen Be- funde beim bloßen Schä- del-Röntgen

Röntgenübersicht.

Oben Beispiel Nr. 1: Patient mit Z.n. Rohheitsdelikt (Schlag auf das linke Auge), starke Schwellung und Hämatom. Kein Orbitaemphysem, kein Spie- gel in der Oberkieferhöhle, kein eindeutiger Frakturnachweis bei etwas asymmetrischem Canalis infraorbitalis.

CT transversal.

Oben: In der CT erkennt man die deutliche Blow- Out Fraktur der Orbita: zum einen nach medial ins Ethmoidalsystem (blauer Pfeil) und zum anderen die dislozierte, breitflächige Orbitabodenfraktur (rote Pfeile). Sie auch Bild unten (koronare Rekon- struktion).

Coronare Rekonstruktion.

 übersehen werden können.
Ein wichtiges Argument ist immer wieder die Exposition des Patienten mit Röntgenstrahlen. Hierzu einige Daten: beim Röntgen des Schädels in zwei Ebenen kommt es zu einer effektiven Dosis von knapp unterhalb 1 mSv beim Pa-

CT transversal.

tienten. Ein Schädel-CT schlägt mit unter 3 mSv zu Buche. Es handelt sich also um eine etwa dreifache Exposition gegenüber der Röntgenaufnahme. Dafür aber bekommen Sie eine ungleich höhere Ausbeute an Informationen, nämlich nicht nur über kleine, aber gefährliche Frakturen, sondern auch über Komplikationen, die das Gehirn betreffen.
Die natürliche Strahlenexposition des Menschen liegt bei etwa 2,5 mSv pro Jahr (natürliche Nuklide, kosmische Strahlung) - je nach Region. Im Gebirge und bei Flügen ist sie natürlich höher.
Die Fachgesellschaften empfehlen daher, bei einem adäquatem Trau- ma eine CT statt konventioneller Aufnahmen des Schädels durch- zuführen.

Thema Nr. 2. CT und Schilddrüsenfunktion bzw. Nierenfunktion
Da bei den meisten CT-Untersuchungen i.-v.-Kontrastmittel benötigt werden, welche jodhaltig sind, sollte die Schilddrüsensituation des Patienten bekannt sein. Bei einer latenten Hyperthyreose kann rechtzeitig eine Blockierung der Schilddrüse mit Irenat® vor und nach der CT erfolgen, bei manifester Hyperthyreose darf kein Kontrastmittel verab-

reicht werden. Oftmals wissen Patienten nicht, ob eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt oder verwechseln eine Über- mit einer Unterfunktion. Es wäre daher sehr hilfreich, wenn bei Schilddrüsenpatienten aktuelle Blutwerte und die Medikation vorlägen, um die Situation richtig einschätzen zu können (TSH und fT4).
Bei unklarer Situation muß sonst auf die Kontrastmittelgabe verzichtet werden, was eine deutlich eingeschränke Aus- sagefähigkeit der Untersuchung zur Folge hat, was wir auch in unseren Befunden dokumentieren müssen.

Ähnliches betrifft anamnestische Angaben über eine “Jodallergie”. Meist handelt es sich um äußerst obskure Reakti- onen z.B. auf topisch angewandtes Jod aus früheren Jahren oder eine Art Flush nach Kontrastmittelgabe zu den Zeiten der frühen Generationen der ionischen Kontrastmittel. Eine anamnestische Hautreaktion auf molekulares Jod ist nicht automatisch gleichzusetzen mit einer KM-Allergie.
Sie können uns bzw. Ihren Patienten unterstützen, indem Sie in alten Befunden über evtl. Kontrastmittelreaktionen nachsehen. In vielen Fällen ließe sich so vermeiden, daß wegen einer unklaren Schilddrüsensituation oder einer unklaren allergischen Reaktion vorsichtshalber auf das Kontrastmittel verzichtet werden muß.
Eine kurzfristige Wärmeempfindung, Miktionsdrang, metallischer Geschmack sind während der KM-Gabe normal und nicht als unerwünschte Nebenwirkung zu verstehen.

Auch sollte bei Nierenerkrankten und grundsätzlich bei älteren Patienten die Nierenfunktion bekannt sein. Das Serumkreatinin sollte bei beidseitigen Nieren nicht höher als 1,3 mg/dl sein (siehe bitte auch “Diabetes, Metformin und jodhaltiges i.-v.-Kontrastmittel), bei Einzelniere nicht höher als 1,5 mg/dl. Ein aktueller Kreatinin-Wert bei den jeweiligen Risikopatienten wäre sehr hilfreich.
Untersuchungen, die regelhaft eine KM-Gabe erfordern, sind die des Halses, Thorax und Bauchraumes, natürlich auch CT-Angiographien.

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!

Diabetes, Metformin und jodhaltiges i.v.-Kontrastmittel:
Metforminhaltige Medikamente waren 2005 in Deutschland die am häufigsten verordneten oralen Antidiabetika. Metformin wird ausschließlich renal eliminiert, seine Plasmahalbwertszeit ist also abhängig von der Nierenfunktion. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann Metformin daher akkumulieren. Intravenös appliziertes jodhaltiges Kontrastmittel (wie es für die meisten CT-Untersuchungen benötigt wird) konkurriert mit dem Metfomin um den gleichen Ausscheidungsweg, denn es wird ebenfalls (fast nur) renal eliminiert. In einer solchen Situation: laufende Metformingabe und jodhaltiges Kontrastmittel kann es insbesondere bei erhöhten Retentionswerten zu einer Laktatazidose kommen, die in einem hohen Prozentsatz (bis 50%) letal verläuft.
Die Fachgesellschaften raten daher zu folgendem Vorgehen:
1.) Patienten mit einem (Serum-) Kreatinin bis 1,1 mg/dl: Metformin am Untersuchungstage nicht geben, nach einer Pause von 48 Stunden nach Kreatininkontrolle ggf. wieder ansetzen.
2.) Patienten mit einem Kreatinin über 1,1 mg/dl: Metfomin 48 Stunden vor der Untersuchung absetzen und nach der KM- Untersuchung auf alternative Medikation wechseln.

Ältere Informationen in dieser Rubrik:

Neuer Computertomograph:
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, daß wir seit Anfang November 2007 nun über ein Multi-Slice-Spiral-CT verfügen. Diese Geräte neuer Generation sind nicht nur deutlich schneller als die “alten Einzeiler”, sie erlauben bei entsprechender Indikation auch Multiplanare Rekonstruktionen zur Erleichterung der Diagnose für uns und auch zum gefälligeren Ansehen der Untersuchung bei nicht radiologischen Kollegen. Möglich wer
den jetzt auch aufwendige Untersuchungen wie CT-Angiographien inklusive rascher und exakterer Lungenemboliediagnostik, hochwertige 3-D- Rekonstruktionen, eine bessere terminliche Kapazität bei uns, also kürzere Wartezeiten bei Ihren Patienten. Nicht zuletzt ist die Untersuchung für Ihre Patienten weniger unangenehm, weil schneller, und sie ist sogar in vielen Fällen mit einer geringeren Strahlenexposition verbunden.

Installation eines PACS:
Ein PACS ist ein elektronisches Bildarchiv (Picture Archiving and Communicating System). Es erlaubt eine filmlose Dokumentation und Archivierung des radiologischen Bildmateriales in elek- tronischer Form. Unser neues PACS wurde im Dezember 2007 installiert. Hiervon profitiert nicht nur der Radiologe, welcher Kosten für Filme und Archivraum spart, sondern insbesondere auch der zuweisende Arzt und der Patient. Der Patient kann nach der Untersuchung im CT und MRT eine CD ausgehändigt bekommen, auf der die Bilder in hoher Qualität bequem von jedem PC aus betrachtbar sind. Die Digitalisierung der übrigen Modalitäten (z.B. Röntgen) sind in Planung. Bilder können nicht mehr verloren gehen. Ist die CD verloren oder verkratzt, kann aus dem Archiv eine neue erzeugt werden.

Sofern Sie keine anderslautenden Wünsche äußern, geben wir den Patienten derjenigen zuweisenden Kollegen, die bisher üblicherweise Bilder mitbekamen, in Zukunft eine Daten- CD mit dem Bildmaterial in Anschluß an die Untersuchung mit. Auf der CD wird automatisch ein komfortables Betrachtungsprogramm mitgeliefert. Vorteil dieser Lösung ist nicht nur das weniger umständliche Handling gegenüber dem der Filme, sondern auch, daß wir Ihnen zum Beispiel im CT MPR’s, MIP’s und 3D-Rekonstruktionen in hoher Qualität mitliefern können, ohne Sie mit ausufernden Filmstapeln belasten zu müssen.

Unser Bildbetrachtungsprogramm ist sicher! Sie können es unbesorgt auf Ihrem PC starten.
Daten-CD.

Im Deutschen Ärzteblatt Nr. 48 vom 30.11.2007 ist ein Artikel erschienen, der vor DICOM-Viewern unbekannter Herkunft warnt, da manche Viewer schädliche Software enthalten können.
Der Viewer, der automatisch auf unseren Daten-CD’s mitgeliefert wird (IQLite.exe), stammt vom gleichen Hersteller wie unsere PACS-Software (Image Information Systems Ldt.), einem weltweit arbeitenden Softwarehaus.

Sie müssen hierzu die CD nur in das Laufwerk einlegen, nach einigen Sekunden startet das Betrachtungsprogramm automatisch. Bevor Sie die auf der CD gespeicherten Untersuchungen zum Betrachten anklicken, aktivieren Sie am Unterrand das Kontrollkästchen “Cache images on harddisk”. Hierdurch dauert das Laden etwas länger, Sie können aber schneller durch die Untersuchung blättern.
Sollte das Betrachtungsprogramm nicht von alleine starten, gehen Sie in Windows auf “Start”, “Ausführen”, aktivieren Ihr Laufwerk und suchen die Datei ”lite.exe”.

Beispielbilder von: www.cox.at, einer umfangreichen radiolo- gischen Fallsammlung.

COX - umfangreiche radiologische Fallsammlung!

 

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